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+++ UPDATE +++

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die Fotos von der Kundgebung an der Uni Duisburg zum ver.di Warnstreik am 4.3.2015 sind zu finden auf einem Google Drive unter https://drive.google.com/folderview?id=0B66ihP6JwHySdldSUlJxSDBFdE0&usp=sharing

Einen Beitrag im WDR-Fernsehen gibt es bei der Lokalzeit Duisburg vom 4.3.15 http://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/lokalzeit/lokalzeit-aus-duisburg/videokompakt13778_size-L.html?autostart=true#banner unter Kompakt, im Zeitstrahl bei ca. Min. 16:08 .

Bewährungshilfe

Bewährungshilfe soll bleiben

ver.di kritisiert Umzugspläne für Bewärungshilfe 04.09.2014

Die drei, bislang auf das Stadtgebiet verteilten Dienststellen des Ambulanten Sozialen Dienstes der Justiz sollen umziehen und zu einer einzigen Dienststelle zusammengelegt werden. Der Personalrat und die Gewerkschaft ver.di kritisieren diese Pläne als „fachlich falsch und schlecht kalkuliert.“

Die bisherigen Dienststellen Huyssenallee 99-103, Rüttenscheider Platz 10 und Kastanienallee 52-54 sollen nach Vorgabe des Landesrechnungshofes in einer gemeinsamen Dienststelle untergebracht werden. Nunmehr wird als Standort die Wilhelm-Beckmann-Str. 6 in Essen-Kray im Gewerbegebiet gegenüber dem türkischen Konsulat als zukünftiger gemeinsamer Standort vorgeschlagen.

Begründet werden diese Pläne mit Kosteneinsparungen. Circa 2.200 Probanden werden dann zentral von diesem Standort aus von den Bewährungshelferinnen und Bewährungshelfern betreut.

Die Gewerkschaft ver.di bezeichnet diesen Plan als „fachlich falsch“, weil damit das Prinzip der dezentralen Wohnortnähe, das in der sozialen Arbeit etabliert ist, aufgehoben wird. Die Erreichbarkeit der Dienststellen wird erschwert – und zwar für die Klienten ebenso wie für die Mitarbeiter/innen der Bewährungshilfe. Dierk Walter, Gewerkschaftssekretär bei ver.di: „Die bisherige Nähe der Dienststellen zur Suchthilfe, zum Jobcenter oder zur Diakonie fällt damit weg. Das führt zwangsläufig zu längeren Anfahrtszeiten für die Probanden und damit zu erschwerten Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter/Innen. Effizienzverluste in der Resozialisierung werden die Folge sein. In der Vergangenheit haben auch die politischen Entscheidungsträger in der Stadt Essen diese dezentrale Organisationsstruktur mitgetragen, weil dadurch eine mit der Besucherfrequenz der Probanden verbundene sichtbare Wahrnehmung an einem Standort vermieden werden sollte. Außerdem hat sich die räumliche Trennung bewährt zur Vermeidung von Auseinandersetzungen bei bestehenden Konflikten zwischen den Probanden.

Der Personalrat beim Landgericht Essen hat die angeblichen Kosteneinsparungen überprüft und gegengerechnet – und kommt zu dem Ergebnis, dass die Neuanmietung der künftigen Räumlichkeiten im Vergleich zum bisherigen Standort „bestenfalls kostenneutral ausfallen wird“, so Helge Sichtermann, Personalratsvorsitzende und ver.di-Vertrauensfrau beim Landgericht Essen.

Zudem befürchten der Personalrat und ver.di, dass die räumliche „Zusammenballung“ der jährlich ca. 2.200 Probanden ein erhöhtes Stresspotential mit sich bringen wird.

Dirk Walter: „Im Vorgriff auf die geplante Aufwertung der Huyssenallee scheint auch der Vermieter der Immobilie hier offensichtlich ein anderes Konzept verfolgen zu wollen, indem der bestehende Mietvertrag gekündigt wurde.

Personalrat und ver.di fordern die Entscheidungsträger auf, bei der Standortwahl den bislang in der Stadt Essen gut organisierten ambulanten Sozialen Dienst nicht zu gefährden und ausschließlich Kostengesichtspunkte gegenüber dem Interesse der Probanden, der im ambulanten Sozialen Dienst beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, und nicht zuletzt auch dem Interesse der Essener Bürgerinnen und Bürger an einer auch weiterhin guten Einbindung der Bewährungshilfe in das Stadtbild den Vorrang einzuräumen.

Kontakt: Dirk Walter – 0175 5219598

Verantwortlich: Lothar Grüll

ver.di Kampagnen